M&M Software
Ein Blick hinter die IT-Kulissen von MORGEN & MORGEN
Im Gespräch mit Gabriela Heyne, Bereichsleiterin IT, über das Zusammenspiel von Fachwissen, Datenkompetenz und Technologie.
Als Gabriela Heyne während der Corona-Pandemie bei MORGEN & MORGEN begann, fand ihr Einstieg nahezu vollständig virtuell statt – eine Situation, in der eine funktionierende IT-Infrastruktur nicht nur hilfreich, sondern entscheidend ist.
Gleichzeitig lernte sie ein Unternehmen kennen, das nicht nur durch fachliche Tiefe und Datenkompetenz geprägt ist, sondern auch durch Technologien, die diese Stärke in die Anwendung bringen.
Ein Zusammenspiel, das MORGEN & MORGEN seit jeher auszeichnet – und das heute immer vielschichtiger und herausfordernder wird.
"Immer öfter möchten Kunden Daten oder Methoden per API, also per Webservice abfragen und in ihre eigene Welt integrieren".
Gabriela, fast auf den Tag genau verantwortest du seit sechs Jahren die IT bei MORGEN & MORGEN – ein Bereich, über den bislang vergleichsweise selten gesprochen wird. Welche Rolle spielt IT bei MORGEN & MORGEN?
IT ist bei uns von Anfang an ein zentraler Bestandteil gewesen – auch wenn sie nach außen oft weniger sichtbar ist.
Was MORGEN & MORGEN besonders macht, ist die Verbindung aus fundierter Fachlichkeit, einer enormen Menge an Versicherungsdaten und der Fähigkeit, diese durch Technologie in konkrete Anwendungen zu überführen. Wir sorgen dafür, dass Daten und Fachlichkeit so in Systeme und Prozesse gebracht werden, dass sie im Alltag wirklich nutzbar sind.
MORGEN & MORGEN wird im Markt vor allem mit Fachlichkeit und Analysen verbunden. Die IT steht weniger im Vordergrund.
Wie nimmst du das wahr?
Das ist nachvollziehbar, weil unsere fachliche Qualität sehr sichtbar ist.
Die Arbeit der IT findet dagegen meist im Hintergrund statt – und das ist auch ein Stück weit unser Anspruch. Gute Technologie merkt man daran, dass sie nicht auffällt. Unsere Aufgabe ist es, Fachlichkeit, Daten und Prozesse so bereitzustellen, dass sie im Alltag wirklich nutzbar werden – ohne zusätzliche Komplexität. Daran haben wir in den letzten Jahren vermehrt gearbeitet und die IT von MORGEN & MORGEN nicht nur technologisch weiterentwickelt, sondern agil und flexibil aufgestellt – in den Prozessen und in den Werkzeugen.
Wenn uns das gelingt, bleibt unsere Arbeit oft unsichtbar. Aber genau darin liegt ihre Qualität.
Lass uns einen Blick unter die Oberfläche werfen: Wie sieht unsere IT- und Service-Landschaft konkret aus?
Im Kern geht es darum, Fachlichkeit und Funktionalitäten flexibel nutzbar zu machen.
Grundsätzlich bieten wir unsere Leistungen als SaaS (Software as a Service) an. Bedeutet also Software als Dienstleistung und damit wird eine Anwendung nicht lokal installiert, sondern als Cloud-Dienst über das Internet bereitgestellt, betrieben und regelmäßig aktualisiert – alles aus einer Hand sozusagen. Unsere Architektur basiert auf einer flexiblen Service-Landschaft, die sich in bestehende Systeme und Prozesse der Versicherungsbranche integrieren lässt. In sehr individueller Form.
Darauf aufbauend gibt es verschiedene Nutzungsmöglichkeiten:
- als komplette Anwendungen, z. B. unsere Software M&M Office und alle weiteren
- als einzelne Module mit begrenzter Funktionalität
- oder über APIs, die direkt in bestehende Systeme integriert werden können
Diese Architektur ermöglicht eine große Bandbreite an Anwendungen.
Was ist für unsere Kunden aktuell besonders wichtig oder interessant?
Viele Kunden nutzen genau diese Flexibilität. Sie wollen keine starren Systeme, sondern gezielt einzelne Bausteine in ihre Prozesse einbinden. Neue Funktionalitäten werden dabei häufig direkt integriert – etwa die Kombination aus Alttarifanalyse und Tarifoptimierung oder unsere Berater-KI, die als Chatbot in bestehende Systeme eingebunden wird.
Immer öfter möchten Kunden Daten oder Methoden per API, also per Webservice abfragen und in ihre eigene Welt integrieren – wir bieten beispielsweise einen Volatium-Webservice an, der belastbare Simulationen zu Renditeverläufen als Service in bestehende Prozesse beim Versicherer einbringt. Oder unsere Tarifmapping-API, die beliebige Verträge aus einem Maklerbestand tariflich zuordnet und bewertet, ist einzigartig im Markt.
Außerdem ist es wichtig, komplett separate Module anzubieten, die eine gekapselte Funktionalität zur Verfügung stellt, die wir responsiv und auf den Kunden angepasst in kurzer Zeit zur Verfügung stellen können – mit Makler oder Endkunden als Zielgruppe.
Ein weiterer Schwerpunkt bilden unsere BiPRO und proprietären TAA Anbindungen.
Und nutzt diese IT-Flexibilität auch uns selbst, damit wir schneller fertige Lösungen „ins Regal“ stellen können?
Absolut. Neben M&M Office entstehen so spezialisierte Lösungen für konkrete Anwendungsfälle. Beispielsweise aktuell zum Thema neue und alte geförderte Altersvorsorge. Da stellen wir die Förderlogiken in einem Vergleichstool gegenüber und arbeiten bereits jetzt an einem konkreten Tool für die neue Tarifwelt.
Weitere Beispiele sind die Tarifoptimierung, bei der Alt- und Neutarifdaten so zusammengeführt werden, dass fundierte Empfehlungen möglich sind. Oder Anwendungen wie TarifRadar und InSwot Analyzer, die gezielt relevante Marktdaten verfügbar machen.
Darüber hinaus entwickeln wir sehr individuelle Lösungen in einzelnen Projekten.
Kannst du diese Projekte für uns greifbar machen?
Gerne. Genau hier wird unsere Arbeit nämlich besonders sichtbar.
Wir sprechen also von einer riesengroßen Plattform, bestehend aus Daten und Methoden. In vielen Projekte haben wir gemeinsam mit unseren Kunden passgenaue Lösungen entwickelt und erfolgreich eingeführt – von Vertriebsanwendungen bis hin zu individuellen Plattformlösungen.
Unsere Systeme sind integriert beziehungsweise gut integrierbar in bestehende Applikationslandschaften, so beispielsweise in der JDC Welt oder angebunden an das Assfinet-AMS.
Mit der Alten Leipziger haben wir beispielsweise das Volatium-Modell in ein Vertriebswerkzeug übersetzt, das komplexe Zusammenhänge wie Rendite und Risiko im Beratungsgespräch verständlich macht.
Für Bosch My Insurance haben wir eine vollständig individualisierte Lösung auf Basis von M&M Office entwickelt – inklusive Integration in bestehende Systeme und durchgängiger Beratungsstrecke.
Mit der Nürnberger Versicherung arbeiten wir im Bereich Marktanalyse und Produktentwicklung, etwa mit Lösungen wie TarifRadar.
Auch bei der Hannoverschen setzen wir unsere Daten und Technologien gezielt ein, um Prozesse effizienter und kundenorientierter zu gestalten.
Was all diese Projekte verbindet: Es geht nie nur um Daten oder Software, sondern um die Integration in bestehende Prozesse und die konkrete Anwendung im Alltag.
Viele Kunden – ob Versicherer, Pools oder Vertriebe – haben nicht die Ressourcen, solche Lösungen selbst schnell umzusetzen. Genau hier kommen wir ins Spiel.
Und welche Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz?
Wir setzen KI gezielt ein – immer mit dem Anspruch, Effizienz zu steigern, ohne Qualitätsverluste. Ein Beispiel ist unsere AVB-Analyse. Hier lesen wir Tarifbedingungen aus und überführen sie in unsere Systeme. KI unterstützt uns dabei effizient, die Qualität sichern wir weiterhin über klare Prüfprozesse.
Darüber hinaus hilft uns KI, Ideen schneller sichtbar zu machen. Wir können Prototypen entwickeln und gemeinsam mit Kunden schneller zum optimalen Ergebnis kommen. Mit dem M&M Companion haben wir zudem eine Berater-KI entwickelt, die auf unsere Datenbasis zugreift und schnell qualifizierte Antworten liefert. Auch in der Entwicklung unterstützt KI – etwa bei Code-Erstellung, Automatisierung und Qualitätssicherung.
Qualität und Datensicherheit sind zentrale Themen. Wie stellt ihr das sicher?
Das ist die Grundlage unserer gesamten Arbeit. Unsere Systeme sind darauf ausgelegt, Qualität jederzeit sicherzustellen. Ergebnisse sind nachvollziehbar und werden kontinuierlich überprüft. Gleichzeitig sind Datenschutz und Datensicherheit integraler Bestandteil unserer Architektur – nicht etwas, das nachträglich ergänzt wird. Unser Anspruch ist es, Lösungen zu entwickeln, die leistungsfähig, flexibel und gleichzeitig verlässlich und sicher sind.
Zum Abschluss: Wie siehst du die Rolle der IT im aktuellen Marktumfeld?
Die Anforderungen steigen: Daten werden komplexer, Prozesse individueller und der Anspruch an Geschwindigkeit wächst. IT wird damit immer stärker zum verbindenden Element – sie sorgt dafür, dass Fachlichkeit in der Praxis funktioniert. Für MORGEN & MORGEN bedeutet das: Unsere Rolle als IT-Dienstleister wird weiter an Bedeutung gewinnen. Wir verstehen uns als Enabler, der die Nutzung unserer Daten flexibel und integriert ermöglicht.
Gleichzeitig wird es wichtiger, Innovation und Verantwortung zusammenzudenken – insbesondere beim Einsatz von KI.
Vielen Dank für die Einblicke, Gabriela.
Wenn man das alles hört, wird klar: Über die IT bei MORGEN & MORGEN werden wir künftig definitiv öfter sprechen.
Unsere Services. Ihr erfolg.
Datenanalyse für das Produktmanagement von Versicherern.
Die Marktbeobachtungslösung für Versicherer.
Die Berater-KI für die Versicherungswelt.
Leistungsvergleich von Alt- und Bestandstarifen.
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